Scooter-Trophy
MX Motocross
Scooter-Trophy
MX Motocross
Training
Bikes 2005
Swiss Supermotard
Supermotard Reports
MX Motocross Reports
Training Reports
Resultate 2005
Swiss Supermotard
SAM Supermoto
my Bikes 2006
YAMAHA YZ 250 F
Resultate 2006
Supermotard Reports
MX Motocross Reports
Training Reports
Swiss Supermotard
SAM Supermoto
my Bikes 2007
KAWASAKI KX 250 F
Resultate 2007
Supermotard Reports
MX Motocross Reports
Training Reports
About Me
my Bikes
FMS Supermoto SM
SAM Supermoto
Resultate 2008
Supermoto Reports
Training Reports
Supporter
About Me
Resultate 2009
FMS Supermoto SM
SAM Supermoto
Swiss Motocross Masters
Supermoto Reports
Motocross Reports
Training Reports
Supporter
Supermoto
About Me
MXRS Race Serie
Resultate 2010
Motocross Reports
Supporter
Supermoto
2005
2006
2007
2008
2009
Episode I
Episode II
1955 - 1965
YAMAHA DT125
YAMAHA - Eine Erfolgsgeschichte

Episode I

Ähnlich wie bei uns in Europa kann die japanische Motorradindustrie auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits anno 1908 bastelte ein gewisser Torao Yamaba, bitte nicht zu verwechseln mit unserem Hauptdarsteller Torakusu Yamaha, einen gewaltigen 500 ccm Einzylinder-Viertakt-Motor an ein Fahrrad. Ob es allerdings tatsächlich das erste Motorrad in Japan war, weiß heute aber so genau keiner mehr. Fest steht nur, genau wie in der westlichen Welt beschäftigten sich um die Jahrhundertwende auch im Nipponland pfiffige Handwerker mit der Herstellung von Motorrädern.
Geschlossert wurde in kleinen Werkstätten, von einer Massenproduktion im heutigen Sinn konnte jedoch noch lange keine Rede sein. An dieser Situation sollte sich bis Anfang der fünfziger Jahre auch nichts Grundlegendes ändern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg rangen in Japan dann aber weit über 100 Hersteller um die Gunst der Kundschaft.
Davon sind lediglich vier, Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki, übrig geblieben,
Yamaha ist der zweitgrößte Hersteller von Motorrädern.


 

Die Ursprünge des Motorradproduzenten, die bei Yamaha mit Musikinstrumenten begannen, geht auf das Jahr 1887 zurück. Der technisch hochbegabte Torakusu Yamaha aus Hamamatsu konnte sein erstes Harmonium präsentieren.

Schon zwei Jahre später gründet er die Yamaha-Orgel-Manufaktur, aus der 1897 die Nippon Gakki Co., Ltd. hervorging. Eine Firma, die als Musikinstrumentenhersteller in den nächsten Jahrzehnten zu einem sehr guten Ruf kam.

Ähnlich wie bei vielen anderen Firmen auch wurde während des Zweiten Weltkrieges bei Nippon Gakki die Fertigung auf Rüstungsgüter, unter anderem für die Flugzeugindustrie, umgestellt.

Mit fatalen Folgen. Nach Ende des Krieges lagen weite Teile der Fabrikanlagen, zerbombt von alliierten Luftangriffen, in Schutt und Asche.  


Aber schon wenige Monate später war der Wiederaufbau im vollen Gang und die ersten Harmonikas verließen das Werk. Ein Teil der Fertigungseinrichtungen durfte nach dem Beschluss der Siegermächte jedoch nicht für den Bau von Flugzeugteilen genutzt werden.

Inzwischen war Genichi Kawakami für die Firmengeschicke verantwortlich und er kam auf die Idee, die freien Kapazitäten ab 1955 in der neu gegründeten Firma Yamaha Motor Co., Ltd. für den Bau von Motorrädern zu nutzen.

(Genichi Kawakami, Gründer von Yamaha, 1912 - 2002)  


Die erste YAMAHA wurde die YA-1, liebevoll "rote Libelle" oder auf englisch "Red Dragonfly" genannt, ein 125-er Motorrad mit 5,6 PS Einzylinder-Zweitaktmotor.
Grosse Entwicklungskosten waren für den Hüpfer nicht erforderlich, die YA-1 war genaugenommen eine perfekte Kopie der DKW RT 125.
In Japan störte sich allerdings keiner daran und Deutschland war weit weg. Mitte der 50er Jahre waren im Inselreich Nippon preiswerte und zuverlässige fahrbare Untersätze gefragt, "Butter und Brot-Maschinen" für den Weg in die Fabrik oder ins Büro.  


Genau wie der große Mitbewerber Honda stieg Yamaha bereits 1958 in den Rennsport ein. Ab 1961 beteiligte man sich in der Motorradweltmeisterschaft und schon 1964 ging der 250er WM-Titel erstmals an YAMAHA.
Damit hatte keiner gerechnet, die Sensation war perfekt. Favorit in der 250er Klasse war nämlich Starpilot Jim Redman mit seiner Vierzylinder DOHC-Honda-Werksrennmaschine. Gegen den bereits vierfachen Honda-Weltmeister trat der junge Engländer Phil Read auf einer simplen Zweizylinder-Zweitakt-Yamaha RD 56 Rennmaschine an.  


"David gegen Goliath" oder "Zweitakter gegen Viertakter".

Zum Ende der Saison 1964 ging es um die "Wurst", nur wenige WM-Punkte trennten Read von Redman. Honda durfte sich die Schmach nicht gefallen lassen und baute "über Nacht" eine sensationelle 250er Sechszylinder-DOHC-Rennmaschine.
Doch vergeblich, Phil Read holte für sich und YAMAHA den ersten WM-Titel.  


YAMAHA war plötzlich in aller Munde, jedenfalls unter den Rennsportfans. Auch kein Wunder, keine andere Firma verknüpfte den Rennsport so eng mit der Herstellung der Serienmaschinen wie Yamaha. Zu kaufen gab es vor rund 40 Jahren die Straßenflitzer außerhalb Japans allerdings noch längst nicht überall.

Dreh- und Angelpunkt des Motorradgeschäftes in Europa war damals die IFMA in Köln. Für den zweitgrößten japanischen Motorradhersteller YAMAHA sollte 1964 der Einstand in Europa und 1967 in der Schweiz erfolgen.
Gezeigt wurden 1964 drei Zweitakt-Modelle: Die 250ccm DS-3 mit Zweizylinder-Motor, die 80ccm YG-1 und das Moped YF-1 mit Einzylinder-Triebwerk.

Zu den YAMAHA-Importeuren der ersten Stunde gehörte natürlich die HOSTETTLER AG in Sursee (Schweiz).
Als Fritz Hostettler im Oktober 1967 im Earls Court in London die DS-3 und die R3 mit 350ccm sah, war er überzeugt, dass diesen Maschinen im Gegensatz zu BSA, Triumph und Norton, die Zukunft gehörte. 


Das neue Jahrzehnt brachte viel Neues. Motorräder genossen ab 1970 plötzlich einen anderen Stellenwert. Es waren keine "arme-Leute-Fahrzeuge" oder "alte Stinkemöhren" mehr, sondern Sportgeräte, mit denen sich in der Freizeit tolle Abenteuer erleben ließen.

Für die Heizerfraktion gab es weiterhin die schnellen Zweitakt-YAMAHA'S, für den Gentlemen die neue YAMAHA XS1 und wenig später die Nachfolgerinnen YAMAHA-XS2 und dann die YAMAHA-XS 650.

Mit dem XS-650er Twin hatte YAMAHA ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen. Erstmalig lief ein Viertaktmodell vom Montageband in Iwata.  


Der nächste Streich war 1972 die TX 750, ein Zweizylinder-Big-Bike, das der Konkurrenz das Fürchten lehren sollte. Doch im Nachhinein darf gesagt werden, dass man bei Yamaha mit der Viertakt-Technik noch am Anfang stand.
Die TX 750 litt unter Kinderkrankheiten, war nicht ausgereift und wurde bereits 1974 auf Nimmerwiedersehen vom Markt genommen.
Wer weiterhin mit einer YAMAHA gemütlich "Viertakten" wollte, konnte nur auf die XS 650 steigen, das restliche Angebot setzte sich aus Zweitaktmaschinen von 50 bis 350 ccm zusammen.  


Doch die Zeichen der Zeit standen gegen die Zweitakter. Vor allen Dingen in den USA, für alle vier japanischen Motorradhersteller Hauptexportland, wurden die Zulassungsbestimmungen für die quickfidelen Fahrzeuge hinsichtlich der Abgas- und Geräuschwerte immer strenger.

Auch verlangten die Biker ständig nach immer größeren und stärkeren Maschinen. Was sie damit meinten, zeigte Kawasaki eindrucksvoll mit der Z 900, der legendären "Z1".
Bei YAMAHA brütete man derweil über einem vollkommen anderen Konzept.

Anders als Honda und Kawasaki, die mit Vierzylinder-Viertakt-Maschinen die Kundschaft in die Läden lockten, setzte Yamaha auf einen 64 PS starken 750er Dreizylinder-DOHC-Motor.
(im Bild eine YAMAHA XS 750 von 1977)  


Der Clou an der 1977 vorgestellten YAMAHA XS 750 war aber zweifellos der Kardanantrieb.
Dieses Mal waren die Japaner allerdings kein Risiko beim Betreten des Neulandes eingegangen, bei der Entwicklung des Kardanantriebes vertraute man auf das Know-how von Porsche.

Und damit war die Zielgruppe auch bereits festgelegt: Die Tourenfahrer. Mit der YAMAHA XS750 hatte YAMAHA voll ins Schwarze getroffen. Der Motor lief wie ein Uhrwerk, war zuverlässig und langlebig und mit dem Kardanantrieb gab es keinerlei Probleme.

Die XS750 wurde zur Basis einer Viertakt-Baureihe, die als nächstes bei der XS850 auf 850 ccm aufgestockt wurde und ab 1978 in dem 95 PS starken Vierzylinder-Big-Bike XS1100 ihre Fortsetzung fand.  


Highlight für alle Kilometerfresser wurde das Sondermodell YAMAHA XS1100 "Martini" mit Vollverkleidung.

1979 stellte das Werk die YAMAHA XS 1100 Martini vor. Dieses in limitierter Auflage gebaute "Prestige-Überbike" war mit einer zweiteiligen Vollverkleidung veredelt worden, wog nun 304 kg und kostete 13.000 Franken. Anfang der achtziger Jahre war die Nachfrage nach sportlichen „Super Bikes" enorm.

Yamaha erkannte die Zeichen der Zeit und erweiterte 1981 die Modellpalette mit der 11'000 Franken teuren XS 1100 S, oder kurz XS 1.1 S. Das "S" stand für "Sport".  


> Episode II



Print    Seitenanfang   Home  

© 2005 - 2008 Indyracing.ch
Alle Rechte vorbehalten. Angaben ohne Gewähr. Alle Logos sind Eigentum der jeweiligen Hersteller bzw. Markeninhaber.