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Trainingslager Ungarn

Dani Müller und Köki Kökènyesi vermitteln in Ungarn die hohe Kunst des Drifts

Bereits seit Wochen fieberte ich ungeduldig dem grossen Tag entgegen, wo ich zusammen mit Reto, Mike, Michi + Marco endlich die hohe Kunst des Drift’s kennen lernen wollte.

Samstag, 2.April 2005: Punkt 03:00 Uhr machen wir uns auf den rund 1100 km langen Weg nach Ungarn. Genauer gesagt nach Nyiràd, westlich des Balatonsees. Den Sonnenaufgang geniessen wir während der Fahrt durch München und nach genau 9 Stunden fahren wir in Rabafüzes über die Grenze nach Ungarn. Eine Stunde später kommen wir im Motodrome von Nyiràd an.

Wir hatten uns entschlossen, am Sonntag die Rennen zur internationalen ungarischen Supermotomeisterschaft mitzufahren. Auch wenn die Strecke in Nyiràd eher einer MX-Strecke ähnelte, kamen wir alle sehr schnell damit zurecht. (siehe Rennbericht)

Nachdem wir die gewonnen Pokale versorgt und unsere Maschinen aufgeladen hatten, ging es am Abend Richtung Budapest, wo unser Trainingslager am Montag beginnen sollte.  


Die Fahrt der Schweizer-Kolonie hatte es in sich. Da ausser Dani Müller niemand so recht den Weg nach Ràckeve kannte, versuchte natürlich jeder, dass er nicht „abgehängt“ wurde. Dies hatte zur Folge, dass teilweise alle Regeln der Verkehrssicherheit ausser Kraft gesetzt wurden.....

Die Strassen in Ungarn waren „russisch“ und alles andere als gepflegt und sollten entsprechend langsam gefahren werden.
Was soll ich sagen, in Ungarn scheint der Spruch „Was nichts kostet ist nichts wert“ wirklich zu gelten.
Die Autobahn (Vignette kostete 7 Franken) ist in bestem Zustand, allerdings sollte man Acht geben es wimmelt nur so von Polizei.

Unser Hotel „Savoie“ in Ràckeve war früher einmal ein Schloss. Der schöne Vorgarten diente uns als Parkplatz, was sich als sehr bequem herausstellte, weil sich die einzelnen Zimmer direkt daneben befanden. Das Supermoto-Training fand in der Nähe von Budapest in einem Örtchen namens Kiskunlachàza statt.  


Nach dem ausgiebigen und schmackhaften Frühstück, das wir zuerst mit Frühturnen verdienen mussten, fuhren wir, angeführt von Werni auf den ehemaligen russischen Flugplatz nach Kiskunlachàza. Gleich nach der Ankunft packten wir unsere Maschinen und das restliche Zeug (Benzin, Ersatzreifen, Stühle usw.) aus. 


Punkt 10 Uhr gab es eine Besprechung bei der uns Köki die grundlegenden Dinge wie Körperhaltung im Gelände, das richtige Stehen auf den Rasten usw. erklärte. Köki heisst mit Nachnamen Kökènyesi und ist in jungen Tagen 500er Motocross Weltmeisterschaft gefahren. Jetzt lehrt er zukünftige Supermotard-Cracks wie mich, die hohe Kunst der Fahrzeugbeherrschung – bedauernswert eigentlich! So muss es Musiklehrern gehen die ein absolutes Gehör besitzen und sich das erste Gedudel ihrer Schüler anhören müssen.  


Die erste Übung lautete „Gewöhnung ans Motorrad“ sprich Wheelie fahren und Stoppie machen, sofern überhaupt mit meiner schwachbrüstigen DT125-er möglich.
Dank meinen 20 PS bin ich natürlich nicht gerade der Wheelie King und ich muss neidisch mit ansehen, wie Dani, Mike, Roman und die anderen mit ihren 450-er Maschinen einer nach dem andern die schönsten Stunts ablieferten. 


Doch so leicht wollte ich nicht aufgeben. Mit Beharrlichkeit haben Reto und ich die ganze Woche immer wieder geübt und probiert. Durch die richtige Körperhaltung ist ein Wheelie gar kein Problem mehr! Den Hintern weit nach hinten, Fuß über der Hinterradbremse, gestreckte Arme damit der Lenker nicht in eine Richtung gezogen wird und dann das Gas anständig aufreissen. Und schon steigst du.....  


Für den Stoppie gilt Körper vor und an der Bremse tüchtig ziehen, allerdings nur so, dass man nicht gleich aufs Maul fällt, also mit Gefühl. Ich war ob der raschen Fortschritte sehr euphorisch und auch Köki machte einen zufriedenen Eindruck. 


Danach gings in den Offroad-Bereich. Köki und Dani Müller waren sehr bemüht uns die Nervosität und die Zweifel zu nehmen. Wieder wurden uns Körperhaltung und die „das solltet ihr niemals tun“- Dinge erklärt.
Im Stehen um die Kurven, mit beiden Beinen auf einem Rasten fahren, beide Beine über dem Lenker, mit beiden Händen Gas geben und dabei einen Kreis fahren, all das war auf einmal möglich. Ich war wirklich erstaunt über den Grip der Strassengummis im Offroadbereich.
Natürlich auch darüber, dass ich keine schmerzhaften Abstürze zu verzeichnen hatte. 


Als letzten Höhepunkt vor der Mittagspause musste noch der Graben überquert werden. Ich kann durch einen Graben einfach durchfahren und dabei voll in die Gabel tauchen oder aber ich wähle den richtigen Weg.  Dabei stehe ich auf den Rasten und bringe das Motorrad kurz vor dem Graben aufs Hinterrad und fahre dann elegant, wie eine hüpfende Balletttänzerin darüber. 


Es war Mittagspause und beim Austrinken der Red-Bull-Büchse war ich jeweils mindestens so schnell wie der Van den Bosch auf seiner Werksmaschine. Die Verpflegung war echte Hausmannskost, so wie bei der seligen Oma.  


Nachdem wir uns alle ausreichend erholt hatten nahmen wir uns nochmals den Offroadbereich vor. Es wurde das Driften auf losem Untergrund geübt, laut Dani Müller der beste Weg um sich für das Driften auf dem Asphalt vorzubereiten. Ich glaube er hatte recht, denn es funktionierte recht gut und ich konnte mich ohne große Gefahr eines Highsiders ans Limit herantasten. 


Dann gab’s die Besprechung für eben diesen Asphalt. Die richtige Einweisung kam von Meister Dani, bei der er uns an die schmerzhaften Eigenschaften des Asphaltboden erinnerte.....
Die erste Übung lautete „Chreisli-fahren“ und dabei musste die Schräglage von Runde zu Runde gesteigert werden. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl, aber man glaubt gar nicht wie schnell man sich steigert. Wichtig ist dabei die Körperhaltung. Bei einer Rechtskurve den Körper in die Kurve sprich rechts reinlegen, umlegen und möglichst in einem Schwung fahren, ja nicht laufend aufrichten, Gas geben und umlegen und wieder aufrichten und umlegen!



Der Schwierigste am Driften ist die Koordination, man muss gleichzeitig vorne voll in die Eisen greifen, hinten sanft mitbremsen, runterschalten und sich auch noch den Scheitelpunkt suchen und dann den Körper innen in die Kurve legen.
Der Hinterreifen darf auf keine Fall blockieren sonst hebt Freund Highsider dich unsanft aus dem Sattel.
Laut Köky macht Übung den Meister und mit jedem Mal gelang es uns tatsächlich immer besser.



Dann kam der große Moment, Dani Müller verkündete, es würde nun ein richtiges Race mit Zeittraining und zwei anschliessenden Wertungsläufen geben . Wir waren alle hoch motiviert und bereit unser Bestes zu geben.

Da ich im Zeittraining keine grossen Stricke verrissen hatte, war ich ziemlich erstaunt, als ich mich in der ersten Startreihe aufstellen durfte. Der Start gelang mir dann auch seht gut und ich konnte die 450-er Meute bis zur langen Geraden in Schach halten. Doch dann war es um mich geschehen. Geduldig musste ich mich von den Bikes mit ihren elendgrossen Engines überholen lassen. Doch immer wenn es in den Offroad ging, sah ich meine Chance kommen. Und so war es dann auch. Immer wenn ich eine Lücke sah, stach ich hinein und konnte so immer wieder Plätze gut machen.

Leider war ich dann doch ein wenig zu übermütig. Beim Anbremsen in eine 90°- Kurve, hat sich das Vorderrad nach rechts verabschiedet und ich bin geradeaus auf den Beton geknallt.....



Zusammen mit Reto + Mike Joos, mit Michi + Marco Reust, mit Roman Ricklin und Mike Aeschbacher , mit Michi Aggeler und allen anderen Supermotard-Fahrern haben wir in Ungarn ein Super-Trainingslager gehabt. Dank Dani Müller, Köki Kökènyesi und Jarno Möri lernten wir in diesen sechs Tagen das Basic des Supermotard. Und was ganz wichtig war, es wird auf Sicherheit geachtet ohne dass der Spaß und die Action zu kurz kommen. 




Nicht vergessen möchte ich natürlich unsere Helfer im Hintergrund, die immer schön alles flickten, was wir am laufenden Band demolierten, Reifen auf- und wieder abzogen, Luftfilter reinigten und mit Kamera und Fotoapparaten die ganze Woche auch noch im Bild festgehalten haben.

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Ich danke meinem Vater, Werni, Fredi, Markus und Beni für ihren grossen Einsatz in dieser Woche.  


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Kiskunlachàza-Gallery








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